Blühende Sträucher für den Naturgarten

Blühende Sträucher für den Naturgarten

Im Frühling Blüten, im Herbst Beeren, für den Naturgarten ist beides schön.

Blühende Sträucher, prächtige Früchte

Um einen naturnahen Garten aufzuwerten sind Sträucher dringend notwendig. Man kann sie in eine lose Hecke einbauen oder den einen oder anderen Strauch in einer Ecke pflanzen oder sogar als Solitärstrauch und Blickfang in den Garten setzen. Hecken wiederum bilden die Möglichkeit aus seinem Garten einen persönlichen, intimen Raum zu gestalten. Das bedeutet nicht gleichzeitig, dass man quasi eine Mauer errichtet. Wer eine Hecke lose gestaltet, also mit etwas Zwischenraum, die einerseits Schutz (vor Wind und auch vor zu indiskreten Blicken) bietet, aber auch Blicke zum Austausch mit den Nachbarn, Spaziergängern etc. zulässt, die neugierig machen auf eine vielleicht ungewöhnliche, weil naturnahe Gartengestaltung.

Ihr kennt das sicher: „Aber aufräumen sollten sie schon ihren Garten!“ Wer aber reinschaut und vielleicht auch die prächtigen Stauden oder das eifrige Summen der anwesenden Insekten bestaunen kann, der findet dann den Dialog und den regen Austausch an Meinungen und Möglichkeiten. Mein Gartenschild hat schon so einige Passanten zum regen und meist heiteren Meinungsaustausch angeregt.

Ich nenne euch hier einige Sträucher; die Auswahl ist vollkommen zufällig, angeregt höchstens von den Sträuchern, die mir in den letzten Wochen ins Auge gefallen sind.

Beliebt bei a) den Insekten sind alle, die ich hier anführe und b) auch bei den diversen Vögelchen, die im Herbst so eine Naschecke sehr zu schätzen wissen. Und für den Gartenliebhaber sind sie zu fast allen Jahreszeiten ein schöner Blickfang. Schnittarbeiten muss man nur durchführen, wo einem der Strauch zu groß geraten ist oder zu weit in Nachbars Garten oder auf die Straße ragt. Wobei man immer auf die Vogelbrutzeit achten muss, aber das weiß der/die naturnahe Gärtner*in natürlich selbst.

Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)

Das ist ein bis 4m hoher breitbuschiger Strauch, Blätter 3-5 lappig, weiße Blüten in Schirmrispen, am Rand vergrößerte Blüten, Blütezeit Mai – Juni, rote herabhängende Früchte, Reifezeit August, September; sehr beliebt bei den Vögeln. Früchte nicht zum Verzehr geeignet.

Roter Holunder (Sambucus racemosa)

Bis 4 m hoher Strauch mit übergebogenen Zweigen, gelblich-weiße Blüten in Rispen, Blütezeit April-Mai, rote Steinfrüchte von Juli – August, nicht zum Verzehr für Menschen, geeignet aber die Vögel mögen ihn und die Blüten sind ebenfalls ein Hotspot für Insekten und Käfer (Maikäfer).

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Den kennt jeder, bis 10 m hoch, breitkronig, typischer Geruch, unpaarige Fiederblätter, weiße Blütenschirme, Blüte Juni, schwarze Früchte ab August, September. Blüten ungiftig (Heiltee, gebackene Blütenschirme), Beeren roh mit Giftwirkung, verkocht aber sehr gesund. Den sollte man besser in eine Gartenecke setzen, denn er kann schon sehr ausladend sein. Mehr Tipps dazu

Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

Bis 10 m hoch, schmale Blätter, zweihäusige Pflanze (also männliche oder weibliche Sträucher), männliche Blüten in kugeligen Blütenständen, weibliche Blüten in ährigen Trauben, Blüte März, April, Früchte orangerot in Trauben. Auch eher in einer Gartenecke anpflanzen, da er zu mächtig wird.

Kornelkirsche (Cornus mas)

Wird bis 6 m hoch, strauchförmig oder als kleiner Baum, gelbe Blüte in Büscheln, März, April, rote Steinfrüchte hängend ab August, September. Ich habe sie als mittelkleinen Baum in der Hecke stehen, einige Stauden begleiten sie zu Füßen, zu den nächsten Sträuchern (Buchs und eine alte Forsythie) ist etwas Abstand.

Schlehe (Prunus spinosa)

Bis 3 m hoher Strauch, dornig bewehrt, reichlich weiß blühend im März, April, dunkelblaue rundliche Früchte ab September. Noch mehr zur Schlehe findet ihr hier: https://pagewizz.com/schlehen-der-fast-vergessene-genuss-31974/ oder mehr mystisch angehaucht: https://pagewizz.com/die-schlehe-prunus-spinosa-schmackhafte-wildfrucht-und-31975/

Blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Wird bis 5 m hoch, Zweige mit rötlicher bis schwarzer Rinde, rote Herbstfärbung des Laubs, weiße Schirmrispen, Blütezeit Mai bis Juni, dunkle, blauschwarze Früchte ab August.

Wer einen Teil dieser Sträucher bzw. Bäume als lose Hecke mit reichlich Abstand zu Beginn pflanzt, nicht in Reih und Glied sondern am besten ein bisschen zickzack gesetzt, die eine oder andere Wildrose dazwischen, hat viele Jahre lang große Freude damit und tut auch noch dazu Gutes und Nützliches für die Natur. Jeder naturnahe Garten ist schlussendlich ein kleines „Trittstein-Biotop„, das den Insekten und auch den Vögeln hilft besser zu überleben. Und die Vögel wiederum helfen den Gärtnern, denn ein Drittel Bestand an Sträuchern bei uns haben die Vögel gepflanzt. Manche habe ich willkommen geheißen, andere werden etwas zähneknirschend geduldet.

Hecke mit unterschiedlichen Wildsträuchern inkl. Heckenrose (von den Vögeln gesät) Wer noch mehr Ideen für seinen naturnahen Garten sucht, der kann in den nachfolgenden Artikel-Links stöbern.