Nachtkerzen

Nachtkerzen

Schon der Name klingt bezaubernd – Kerzen, die nachts leuchten. Und wie sie leuchten, besonders abends und noch in den ersten Morgenstunden. Den Titel „Nachtkerze“ verdankt sie der Öffnungszeit ihrer Blüten, die erst bei Einbruch der Dunkelheit, im Sommer so gegen 21.30 Uhr, in einer fließenden Bewegung aufgehen.

Oenothera glazioviana, die europäische Art

Man kann wirklich dabei stehen bleiben und das Aufgehen der vier Blütenblätter genießen.
Wer besonderes Glück hat, den umschwirrt auch bald darauf der Nachtkerzenschwärmer.
Für den Schmetterling selbst ist die Nachtkerze nicht die Nahrungsquelle, da begnügt er sich mit Natternkopf, Flieder oder Salbei, aber als Futterpflanze für seine grünbraune Raupe mit dunklen Augenflecken sind Nachtkerze oder Weidenröschen wichtig.

Kurz-Steckbrief zur häufigsten Nachtkerze, der Oenothera biennis:
Die Zweijährige Nachtkerze, Oenothera biennis, stammt aus Nordamerika und gehört zu den Nachtkerzengewächsen, Onagraceae. Kennzeichnend ist die aus vier Blütenblättern bestehende (meist gelb) Blüte; heimische Vertreter dieser Familie sind unter anderem die Weidenröschen-Arten (Epilobium).

Wer mehr über die Nachtkerzen-Arten erfahren möchte, der kann in einem eigenen Artikel weiterlesen. Ich jedenfalls möchte sie in meinem Garten nicht missen. Ob im Sommer abends als Genuss für Auge und Nase, oder bis ganz spät im Herbst, wo sie sogar den ersten Frost meist tapfer übersteht.

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