Blau – Gelb

Blau – Gelb

Ohne viele Worte, durch den angehenden Frühling … herzhaftes Blau für den Himmel, Gelb für die wogenden Weizenfelder – in der Hoffnung, dass es doch bald einmal friedliches Ende gibt.

Man kann als einzelner Mensch ja so wenig beitragen – und doch möchte man/frau nicht nur fassungslos und tatenlos dastehen und ohnmächtig dem Grauen ausgeliefert sein. Neben dem Möglichen wie Spenden, örtliche Organisationen unterstützen, möchte ich deshalb meine Anteilnahme mit den geschundenen Menschen in der Ukraine mit Blumenbildern umsetzen.

Ob schneebedeckt (Zwergiris) oder wolkenbedrängt (Schlüsselblume); es herrschen schwere Zeiten.

Die Traubenhyazinthe kämpft sich hoffnungsvoll durchs Frühlingsgras, die hübsche Narzisse wagt den Blick durchs Gewächshausfenster. „Diese Zeiten werden sich wieder ändern.“

Das (noch) einsame Veilchen wagt sich hervor, der Huflattich hat bereits seine Geschwister zur Seite.

„Was ist“, fragt der Ehrenpreis, „können wir es gemeinsam bereits wagen?“

„Noch sind die Zeiten rau und winterlich“, meint der Blaustern zum Krokus. „Haltet durch!“

Adonisröschen und Gelbes Windröschen künden aber bereits bessere Zeiten an.

Ein Meer an Vergissmeinnichtblüten gibt ihnen recht. „Es werden wieder bessere, gute Zeiten, folgen.“

Akelei und Zierlauch stimmen mit ein in den Chor: „Bessere Zeiten werden wieder kommen.“

Blaukissen und Sumpfdotterblume rufen es ebenso: „Die guten Zeiten werden wieder kommen.“

Rittersporn und Teerose … „Ihr schafft es!“

Ochsenzunge und Arnika …

Die hochalpinen Aurikel und die Enzianglocken läuten sie herbei …

„Friedliche Zeiten, es kommen wieder friedliche Zeiten!“ … sogar die Nachtkerze flüstert es dem Abendwind.

Wie eine von Mutter Natur geschaffene Friedenssäule bejaht es die Königskerze. „Frieden wird wieder sein!“

Hier und Dort

Hier Sonne / Dort Bomben
Hier Frieden / Dort Tränen
Hier Zukunft? / Dort Graus!
Wohin gehen wir

© (Lojze Wieser, Deutsch)

Nachsatz: … und wann immer man in näherer oder auch weiterer Zukunft den Begriff „Russischer Bär“ hört, möge man immer nur diesen liebenswerter Vertreter dieser Bezeichnung vor Augen haben und nichts anderes.