Mittlerer Weinschwärmer

Ein Schmetterling, den man so gut wie nie zu Gesicht bekommt, weil er nachtaktiv ist, uns seine Raupe aber dafür umso prägnanter mit “ganz großen Augen” ansieht.

Weinschwärmer Raupe

Ein Nachtfalter, Deilephila elpenor, der Mittlere Weinschwärmer, ist nur mit viel Geduld und Auflauern in der Nacht einmal zu Gesicht zu bekommen. Dafür ist man dann umso erstaunter, wenn man gegen Sommerende seinen Raupen begegegnet. Der Schmetterling selbst ist olivgrün mit rosa oder violett gefärbten Streifen. Die Flügel sind mit einem dünnen roten Saum versehen.

Die durch seine “Augenzeichnung” auffällige, bis zu 8 cm große braunschwarz gemusterte Raupe, kann man im ersten Moment sogar für etwas “Schlangemäßiges” halten. Am Hinterteil hat sie ein auffälliges kleines Horn.

Die Raupen des Mittleren Weinschwärmers sind wirklich eindrucksvoll. Bei Bedrohung blähen sie sich noch weiter auf und präsentieren dem möglichen Fressfeind ihre riesigen “Scheinaugen”, eigentlich sind es Brustflecken, denn die eigentlichen Augen sind klein und unscheinbar. Auch zucken sie heftig schlangenmäßig und stellen ihr (Analhorn) Hörnchen am Hinterleib zusätzlich auf. Als Mensch kann man da durchaus erschrecken, wenn sich im eigenen Garten da so ein kleines Monster z.B. auf den Fuchsien (die mögen die Raupen gerne) bewegt. Fuchsien, Weidenröschen, Blutweiderich, Labkräuter aber auch Nachtkerze (wie bei Mama Falter) und Fieberklee sind bei den Raupen beliebt.
Wer also in seinem Garten nachtblühende Arten, wie Nachtkerze, Nachtviole oder Ähnliches anbietet, zieht sicherlich nachtaktive Falter an. Wenn dann für die Nachkommen, sprich die Raupen, auch noch passende Futterpflanzen vorhanden sind, und diese Raupen dann von Zeit zu Zeit auftauchen und zu beobachten sind, dann kann man das als naturliebender Gärtner/Gärnerin durchaus als Erfolg verbuchen.

Der Falter fliegt von Mai bis Juli, legt seine Eier an den Futterpflanzen (Blattunterseite) ab. Die jungen Raupen fressen nur nachts. Erst gegen Ende ihres Lebenszyklus, also gegen Sommerende, kann man sie auch tagsüber mal entdecken. Sie verpuppen sich zu einem Gespinst am Boden, um dann im Frühjahr als Falter wieder zu neuer Gestalt zu erwachen.

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