Schwalbenschwanzkind

Schwalbenschwanzkind

Schwalbenschwanz, Papilio machaon, Raupe

Vom Schwalbenschwanzkind, der markanten Schmetterlingsraupe, bis zum Schmetterling ist es eine mühsame Reise. Viel Freude darüber herrscht deshalb beim Gärtner, der Gärtnerin, wenn er auf seinen Doldenblütlern mal die eine oder andere Raupe findet.

Der Schwalbenschwanz, Papilio machaon, ist ein Ritterfalter (Papilionidae). Als Ritterfalter werden die größten heimischen Tagfalter bezeichnet.

Papilio=Schmetterling, machaon=war ein griechischer Heilkundiger, der in diesem Schmetterlingsnamen verewigt wurde.

Die Grundfarbe ist gelb, gemustert, die Ränder sind schwarz eingefasst, an den Hinterflügeln hat er blauschillernde Flecken (Augen) vorne blau, hinten rot und zwei leicht gebogene Schwänze. Die kurzen Schwänzchen an den Hinterflügeln ähneln den Schwanzgabeln der Rauchschwalben; daher der deutsche Name „Schwalbenschwanz“. Er wird 6-8 cm groß. Sein Vorkommen reicht von Europa bis Nordafrika von der Küste bis 2.000m Höhe. Da er ein Kulturfolger ist, findet man ihn daher oft auch in Gärten. Typisch ist auch sein rascher Flug, kein Flattern, wie bei den meisten Schmetterlingen üblich. Es gibt bei uns 1-2 Generationen im Jahr.

Hat einer von euch schon mal von „Hilltopping-Verhalten“ gehört? Das ist quasi eine Paarungsparty auf dem Hügel … die Falter fliegen zur Balz zu Geländekuppen, hohen Gebäuden wie etwa Ruinen, Türmen, warten dort auf die Weibchen und und vertreiben Rivalen! Soviel zu den lieblichen Schmetterlingen; auch bei denen geht es zur Balzzeit rau zu.

Nach der Paarung sucht das Schwalbenschwanz-Weibchen geeignete Futterpflanzen für ihre Kinder. Im freien Gelände sind das bevorzugt Doldenblütler wie Wilde Möhre, Engelwurz, Bibernelle, Wilder Kümmel & Co. In den Gärten (Kulturfolger) freut es sich über Möhre, Dill, Fenchel, Kümmel … dort werden die Eier abgelegt.

Übrigens: Wenn sich Schmetterlinge/Käfer etc. auf mehrere Arten ein und derselben Pflanzenfamilie spezialisieren, nennt sich das oliophag. Wie auch beim Kohlweißling nehmen die Raupen über die Pflanze die speziellen ätherischen Öle der Pflanze auf und verderben damit den möglichen Fressfeinden, wie etwa Vögeln, den Appetit auf sie. Gefährdet sind Schwalbenschwanzkinder eher durch Wespen.

Raupen des Schwalbenschwanzes im eigenen Garten sind quasi ein Gütesiegel für vorbildliche naturnahe und giftfreie Bewirtschaftung des Gartens!